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Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung ist in Deutschland gesetzlich festgelegt und geregelt. Alle versicherten müssen eine Pflegeversicherung bezahlen, unabhängig davon, ob sie privat, oder gesetzlich versichert sind. Die Pflegeversicherung macht an sich nur einen geringen Prozentsatz des Versicherungsbeitrages aus. Kinderlose Erwachsene zwischen 23 und 64 Jahren bezahlen 0,25% ihres Einkommens zusätzlich in die Pflegeversicherung. Familienangehörige werden wie in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert. Die Private Pflegeversicherung hat für diese Fälle eine besondere Staffelung. Zwar sind Familienangehörige (Kinder unter 23 Jahren, oder wenn sie noch in der Ausbildung sind, aber unter 25 Jahre alt sind) beitragsfrei, Ehepartner jedoch beitragspflichtig mitversichert. Verdient der mitversicherte Ehepartner nur wenig, zahlt er nur den halben Höchstbeitrag. Zudem werden die Beiträge bei der privaten Pflegeversicherung nach Alter und Gesundheitszustand des Versicherten bei Vertragsabschluss gestaffelt.
Die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der Kosten, die bei einer Pflegebedürftigkeit anfallen, jedoch werden nicht alle Kosten übernommen. Die Pflegeversicherung dient also als Unterstützung für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Diese Unterstützung ist abhängig von der festgestellten Pflegestufe des Pflegebedürftigen. Die Pflegebedürftigkeit wird in drei Stufen eingeteilt.
Die Stufe 1 bedeutet: erheblich Pflegebedürftig. Hier wird einmal am Tag eine Pflegekraft ins Haus gestellt. Sie hilft bei der Körperpflege, Ernährung, oder der Mobilität für zwei Verrichtungen.
Stufe 2 bedeutet: schwer Pflegebedürftig. In diesem Fall kommt zweimal täglich Hilfe ins Haus, zu unterschiedlichen Tageszeiten.
Stufe 3 bedeutet: schwerst Pflegebedürftig. Hier ist Hilfe praktisch rund um die Uhr vorgesehen, auch nachts. Spätestens in diesem Stadium sollte man es sich überlegen, die Pflegebedürftige Person lieber in einem Pflegeheim zu unterbringen. Dies ist für viele unvorstellbar, doch wenn man genau bedenkt, ist diese Lösung für den Pflegebedürftigen die bessere Alternative, denn dort wäre er rund um die Uhr von Fachkräften versorgt.
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